Aus welchen drei Teilen sich der Preis zusammensetzt
Der Preis für ein Fotoshooting besteht aus drei Teilen, auch wenn die Rechnung nur eine Summe zeigt. Der erste Teil ist die Zeit und das Können des Fotografen, oft Sitzungsgebühr oder Honorar genannt. Der zweite Teil sind die fertigen Bilder: Wie viele bearbeitete Fotos bekommen Sie, und was kostet ein weiteres Bild danach? Der dritte Teil ist die Erlaubnis, die Fotos zu nutzen, zum Beispiel für Bewerbungen oder für die Firmenseite.
Viele Studios rechnen diese drei Teile in einem Paketpreis zusammen. Das ist praktisch, verschleiert aber leicht, wofür Sie eigentlich zahlen. Fragen Sie deshalb aktiv nach, wie viele bearbeitete Bilder im Preis enthalten sind und wofür Sie sie nutzen dürfen.
Was ein Fotoshooting je nach Anlass ungefähr kostet
Die Preise unterscheiden sich stark nach Anlass und Region. Ein Fotograf verlangt für seine Zeit meist zwischen 70 und 250 Euro pro Stunde. Ein Familien-Shooting im Studio kostet häufig zwischen 200 und 500 Euro, die bearbeiteten Bilder eingerechnet. In Großstädten wie München oder Hamburg liegen die Sätze eher am oberen Ende, auf dem Land eher am unteren.
Am günstigsten ist ein digitales Passbild mit 15 bis 30 Euro, am teuersten eine ganztägige Hochzeitsreportage mit 1.500 bis 3.500 Euro. Dazwischen liegen der Fotografen-Stundensatz von 70 bis 250 Euro und ein Familien-Shooting im Studio für 200 bis 500 Euro.
| Anlass | Übliche Preisspanne |
|---|---|
| Stundensatz eines Fotografen | 70 bis 250 Euro |
| Familien-Shooting im Studio | 200 bis 500 Euro |
| Hochzeitsfotografie, ganzer Tag | 1.500 bis 3.500 Euro |
| Passbild digital | 15 bis 30 Euro |
Warum die Nutzung der Fotos extra kosten kann
Das Honorar für das Shooting deckt nur die Aufnahme selbst ab, nicht automatisch jede Nutzung der Bilder. Wollen Sie ein Foto nur privat oder für eine Bewerbung nutzen, ist das meist im Grundpreis enthalten. Soll ein Unternehmen das Bild auf der Firmenseite oder in Anzeigen zeigen, verlangen die meisten Fotografen dafür eine zusätzliche, separate Zahlung. Diese Erlaubnis gibt der Fotograf, denn die Fotos aus dem Studio gehören rechtlich ihm.
Je mehr Menschen ein Bild sehen und je länger es genutzt wird, desto teurer wird diese zusätzliche Erlaubnis meist. Ein Foto nur für die eigene Bewerbung kostet in der Nutzung nichts extra. Ein Foto für eine bundesweite Werbekampagne kann dagegen ein Vielfaches des Shooting-Honorars kosten.
Warum auf der Rechnung 19 Prozent Umsatzsteuer stehen
Für ein Fotoshooting gilt der volle Steuersatz von 19 Prozent, auch wenn im Preis eine Nutzungserlaubnis für die Fotos steckt. Ein Gericht hat das für ein Fotostudio ausdrücklich bestätigt. Der Kern der Leistung ist die Aufnahme, nicht die Übertragung von Rechten, deshalb gilt kein ermäßigter Satz. Erwarten Sie also 19 statt 7 Prozent. Kleine Studios, die als Kleinunternehmer gelten, weisen dagegen gar keine Umsatzsteuer aus.
Wie Sie zwei Angebote richtig vergleichen
Ein niedriger Preis auf den ersten Blick sagt wenig, solange Sie nicht wissen, was er umfasst. Fragen Sie bei jedem Angebot nach denselben vier Punkten. Wie lange dauert das Shooting, wie viele bearbeitete Bilder sind enthalten, was kostet ein zusätzliches Bild, und welche Nutzung ist eingeschlossen?
- Dauer des Termins, damit Sie nicht schon nach 20 Minuten hinausgebeten werden.
- Anzahl bearbeiteter Bilder im Grundpreis, nicht nur Rohaufnahmen.
- Preis für weitere Bilder, falls Sie mehr als geplant auswählen.
- Erlaubte Nutzung: privat, Bewerbung oder auch geschäftlich.
- Ob Anfahrt, Maske oder Requisiten zusätzlich berechnet werden.
Häufige Fragen
Was kostet ein einfaches Fotoshooting im Studio?
Ein einfaches Fotoshooting kostet meist zwischen 70 und 500 Euro, je nach Anlass, Dauer und Region. Ein Fotograf verlangt für seine Zeit häufig 70 bis 250 Euro pro Stunde. In größeren Städten liegen die Preise eher am oberen Ende der Spanne.
Ist die Erlaubnis zur Nutzung der Fotos im Preis enthalten?
Die Erlaubnis, die Fotos zu nutzen, ist meist nur für den Zweck im Preis enthalten, für den Sie gebucht haben, etwa privat oder für Bewerbungen. Soll ein Unternehmen das Bild auf der Firmenseite oder in Werbung zeigen, verlangen die meisten Fotografen dafür eine zusätzliche Zahlung. Fragen Sie das beim Angebot ausdrücklich mit ab.
Warum stehen auf der Rechnung 19 Prozent Steuer?
Auf der Rechnung für ein Fotoshooting stehen 19 Prozent Umsatzsteuer, weil der volle Steuersatz gilt, auch wenn eine Nutzungserlaubnis im Preis steckt. Ein Gericht hat bestätigt, dass der Kern der Leistung die Aufnahme ist, nicht die Übertragung von Rechten. Ein ermäßigter Satz von 7 Prozent ist bei einem normalen Fotoshooting deshalb nicht üblich. Kleinunternehmer weisen gar keine Umsatzsteuer aus.
Was kostet ein zusätzliches bearbeitetes Bild?
Was ein zusätzliches bearbeitetes Bild kostet, hängt vom Studio ab und steht selten im veröffentlichten Preis. Fragen Sie deshalb vor der Buchung, wie viele Bilder im Grundpreis enthalten sind und was ein weiteres Bild danach kostet. So vermeiden Sie eine Überraschung bei der Bildauswahl.
Warum unterscheiden sich die Preise zwischen zwei Studios so stark?
Die Preise zweier Studios unterscheiden sich so stark, weil Erfahrung, Ausstattung, Region und der Umfang der Leistung variieren. Ein Preis ohne bearbeitete Bilder oder ohne Nutzungserlaubnis wirkt günstiger, ist es aber am Ende oft nicht. Vergleichen Sie deshalb immer den vollen Leistungsumfang, nicht nur die Endsumme.
