Was ins Fotostudio passt und was nicht
Ein Fotostudio eignet sich sehr gut für Verlobungsfotos und für ein gestelltes Brautpaar-Portrait vor der eigentlichen Feier. Auch Einzelportraits von Braut und Bräutigam lassen sich vorab im Studio aufnehmen. Dort steht das Licht fest, der Hintergrund lässt sich wählen und der Termin findet unabhängig vom Wetter statt.
Für die Trauung selbst, den Empfang danach oder die Feier mit Gästen braucht es dagegen einen Hochzeitsfotografen. Er kommt an den jeweiligen Ort. Ein Studio kann diesen Teil des Tages nicht abdecken, weil die Zeremonie an einem festen, meist öffentlichen Ort stattfindet.
Ob beim Standesamt fotografiert werden darf
Ob während der Trauung selbst fotografiert werden darf, entscheidet die zuständige Standesbeamtin oder der Standesbeamte vor Ort. Eine einheitliche bundesweite Regel dafür gibt es nicht. Jedes Standesamt legt eigene Regeln fest. Manche erlauben Fotos ohne Blitz aus dem Hintergrund, andere untersagen jede Aufnahme während der eigentlichen Zeremonie und erlauben Fotos erst danach.
Fragen Sie deshalb rechtzeitig vor dem Termin direkt beim Standesamt nach, was erlaubt ist. Ihr Fotograf oder Ihre Fotografin kann sich dann darauf einstellen, statt erst vor Ort von einem Verbot überrascht zu werden.
Für Videoaufnahmen gilt oft eine strengere Grenze als für Fotos, weil ein Video auch den Ton der Zeremonie mit aufzeichnet. Klären Sie eine geplante Videoaufnahme deshalb ausdrücklich zusätzlich zur Fotoerlaubnis ab.
Was Verlobung und Standesamt beim Fotografen kosten
Eine kurze Begleitung von 2 bis 3 Stunden rund ums Standesamt kostet nach Marktbeobachtungen meist 600 bis 1.200 Euro. Eine umfangreichere Begleitung über etwa 8 Stunden, etwa mit Empfang und Teilen der Feier, liegt bei 1.500 bis 5.000 Euro. Eine volle Reportage über 12 Stunden kostet 2.500 bis 7.000 Euro. Zusätzliche Stunden berechnen viele Fotografinnen und Fotografen mit 150 bis 300 Euro.
| Umfang der Begleitung | Übliche Preisspanne |
|---|---|
| Nur Standesamt, 2 bis 3 Stunden | 600 bis 1.200 Euro |
| Teil der Feier, etwa 8 Stunden | 1.500 bis 5.000 Euro |
| Ganzer Tag, etwa 12 Stunden | 2.500 bis 7.000 Euro |
| Zusätzliche Stunde | 150 bis 300 Euro |
Wer über die Fotos Ihrer Gäste entscheidet
Für Fotos, auf denen einzelne Gäste gut erkennbar sind, gilt derselbe Grundsatz wie bei jedem anderen Foto. Die abgebildete Person entscheidet mit, ob und wo es später gezeigt wird. Für ein privates Album unter Freunden und Familie ist das meist unkritisch. Für ein öffentliches Portfolio des Fotografen oder einen Beitrag in sozialen Netzwerken holen seriöse Fotografinnen und Fotografen vorher lieber eine kurze Zustimmung ein.
Ihre Hochzeitsfotos gehören rechtlich dem Fotografen, und Sie dürfen sie für den vereinbarten Zweck nutzen. Mehr dazu unter wem die Fotos aus dem Studio gehören.
Wie Sie Studio und Fotograf sinnvoll kombinieren
Viele Paare buchen ein Verlobungsshooting im Studio Monate vor der Hochzeit und erst separat einen Hochzeitsfotografen für den eigentlichen Tag. Das verteilt die Kosten über einen längeren Zeitraum, und Sie haben schon vor der Feier fertige Bilder in der Hand.
Ein schriftliches Angebot und klare Absagebedingungen gehören zu jedem Fotostudio-Termin, beim Verlobungsshooting genauso wie beim Familienfotografen im Fotostudio.
Häufige Fragen
Reicht ein Fotostudio für Hochzeitsfotos?
Für Verlobungsfotos und gestellte Portraits reicht ein Fotostudio gut aus. Für die Trauung selbst und die Feier mit Gästen brauchen Sie dagegen einen Hochzeitsfotografen, der an den jeweiligen Ort kommt. Ein Studio deckt diesen Teil des Tages nicht ab.
Darf während der Trauung im Standesamt fotografiert werden?
Ob während der Trauung im Standesamt fotografiert werden darf, entscheidet die zuständige Standesbeamtin oder der Standesbeamte vor Ort, eine einheitliche bundesweite Regel gibt es nicht. Manche Standesämter erlauben leise Fotos ohne Blitz aus dem Hintergrund, andere untersagen jede Aufnahme während der Zeremonie selbst. Fragen Sie deshalb vorab direkt beim Standesamt nach den dortigen Regeln.
Was kostet ein Hochzeitsfotograf nur fürs Standesamt?
Eine kurze Begleitung von 2 bis 3 Stunden rund ums Standesamt kostet nach Marktbeobachtungen meist 600 bis 1.200 Euro. Der genaue Preis hängt von Region, Erfahrung und den enthaltenen Leistungen ab. Ein schriftliches Angebot vor der Buchung zeigt Ihnen genau, was für diesen Preis enthalten ist.
Wann sollten wir ein Verlobungsshooting im Studio buchen?
Ein Verlobungsshooting lässt sich unabhängig vom Hochzeitstermin buchen, viele Paare wählen dafür einen ruhigen Zeitpunkt Monate vorher. Das Studio bietet festes Licht und einen wählbaren Hintergrund, unabhängig vom Wetter. So haben Sie schon vor der eigentlichen Feier fertige Bilder in der Hand.
Dürfen wir Fotos unserer Hochzeitsgäste einfach veröffentlichen?
Fotos Ihrer Hochzeitsgäste dürfen Sie nur eingeschränkt veröffentlichen, denn jede erkennbare Person entscheidet mit, ob ein Foto von ihr gezeigt wird. Für ein privates Album unter Familie und Freunden ist das meist unkritisch. Für ein öffentliches Portfolio oder einen Beitrag in sozialen Netzwerken holen seriöse Anbieter vorher eine kurze Zustimmung der gut erkennbaren Gäste ein.
