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Ratgeber

Wie kommt ein digitales Passfoto zur Behörde?

Veröffentlicht am , zuletzt aktualisiert am

Ein Fotostudio nimmt Ihr Foto digital auf und überträgt es verschlüsselt an einen zertifizierten Online-Speicher. Sie erhalten dafür einen Code, den Sie bei der Behörde vorlegen, und diese ruft das Foto darüber ab. Seit dem 1. Mai 2025 ist das der einzige Weg, ein eigener Ausdruck reicht nicht mehr.

Digitalpflicht seit
1. Mai 2025
Bundesministerium des Innern, Stand 14. September 2026
Gebühr für Foto bei der Behörde
6 Euro zusätzlich
Bundesministerium der Justiz, Stand 14. September 2026
Speicherdauer beim Online-Speicher
höchstens 6 Monate
Bundesministerium der Justiz, Stand 14. September 2026
Kamera per Kabel mit einem Computerbildschirm im Fotostudio verbunden
Kamera und Computer im Fotostudio, verbunden für die digitale Übermittlung des Passfotos. Bild: KI generiert.

So läuft die digitale Übermittlung ab

Drei Schritte führen von der Kamera bis zur Behörde. Jeder einzelne läuft verschlüsselt.

Vom Fototermin bis zur Behörde
  1. Aufnahme im Fotostudio

    Das Studio fotografiert Sie digital und prüft das Bild direkt gegen die amtlichen Anforderungen.

  2. Verschlüsselte Übertragung

    Das Studio überträgt das Foto Ende-zu-Ende verschlüsselt an einen zertifizierten Online-Speicher mit Sitz in der Europäischen Union.

  3. Abruf durch die Behörde

    Sie erhalten einen Ausdruck mit einem Code, ähnlich einem QR-Code. Die Behörde scannt ihn beim Antrag ein und ruft das Foto darüber ab.

Wer bietet die digitale Übermittlung an

Sie wählen zwischen zwei Wegen zum digitalen Foto. Ein Fotodienstleister wie ein Fotostudio oder ein Drogeriemarkt nimmt das Foto vorab auf und überträgt es für Sie. Oder Ihre Behörde fotografiert Sie direkt bei Ihrem Termin, sofern sie über ein eigenes Aufnahmegerät verfügt.

Nicht jede Behörde bietet die eigene Aufnahme schon an. Ob und ab wann der Service bei Ihrem Bürgeramt verfügbar ist, sagt Ihnen die Behörde auf Anfrage.

Was mit Ihrem Foto in der Zwischenzeit passiert

Der Online-Speicher kann das Foto selbst nicht ansehen oder entschlüsseln. Nur die Behörde hat den passenden Schlüssel dazu.

Sobald die Behörde das Bild abgerufen hat, löscht der Anbieter es umgehend, spätestens aber sechs Monate nach dem Hochladen. Auf Ihren Wunsch kann die Behörde vermerken, dass das Foto nach dem Abruf noch liegen bleibt, etwa für einen zweiten Ausweis. Länger als sechs Monate ab dem Hochladen geht das aber nicht.

Was ein Termin direkt bei der Behörde kostet

Manche Bürgerämter fotografieren Sie auch selbst, zum Beispiel mit dem System PointID der Bundesdruckerei. Das kostet zusätzlich 6 Euro, oben auf die Gebühr für Ihren Ausweis oder Pass.

Ob Ihr Bürgeramt diesen Service schon anbietet, sagt Ihnen die Behörde auf Nachfrage. Ob sich der Termin im Studio oder direkt vor Ort mehr lohnt, vergleicht der Ratgeber Fotostudio oder Automat für das Passbild. Welche Anforderungen Ihr Foto davor erfüllen muss, zeigt die Übersicht zu den Anforderungen an ein biometrisches Passbild.

Beantragen Sie Ihren Ausweis im Ausland und ist dort keine digitale Aufnahme möglich, bleibt ein Papierfoto in 35 mal 45 Millimetern erlaubt. Die Behörde vermerkt dann im Register, dass sie die Herkunft des Fotos nicht prüfen konnte.

Zum Fototermin selbst müssen Sie nichts Besonderes mitbringen, das Foto entsteht direkt im Studio. Fragen Sie nur vorab, ob die digitale Übermittlung im Preis enthalten ist oder gesondert berechnet wird.

Häufige Fragen

Kann ich mein Passfoto noch als Papierabzug abgeben?

Nein, ein Passfoto als Papierabzug nehmen Behörden seit dem 1. Mai 2025 nicht mehr an, sondern nur noch digital übermittelte Fotos, die Übergangszeit für Papierfotos endete am 31. Juli 2025. Ein Ausdruck oder eine mitgebrachte Datei wird seither abgelehnt.

Wie lange bleibt mein Foto beim Online-Speicher gespeichert?

Ihr Passfoto bleibt höchstens sechs Monate beim Online-Speicher. Der Anbieter löscht es, sobald die Behörde es abgerufen hat, spätestens aber sechs Monate nach dem Hochladen. Entschlüsseln kann er das Foto nicht.

Was kostet die digitale Übermittlung meines Passfotos?

Das Fotostudio legt seinen eigenen Preis für Aufnahme und Übermittlung fest. Fotografiert die Behörde Sie stattdessen direkt vor Ort, kostet das zusätzlich 6 Euro.

Was ist der Code, den ich bei der Behörde vorlege?

Der Code steht auf einem Ausdruck, ähnlich einem QR-Code, und mit ihm ruft die Behörde Ihr Foto beim Online-Speicher ab. Sie bekommen ihn vom Fotostudio nach der Aufnahme und legen ihn bei der Antragstellung vor.

Was gilt, wenn ich meinen Ausweis im Ausland beantrage?

Ist vor Ort keine digitale Aufnahme möglich, bleibt dort weiterhin ein Papierfoto in 35 mal 45 Millimetern erlaubt. Die Behörde vermerkt dann im Register, dass sie die Herkunft des Fotos nicht prüfen konnte.

Kann jeder Drogeriemarkt mein Passfoto digital übermitteln?

Ein Drogeriemarkt kann Ihr Passfoto nur dann digital übermitteln, wenn er als Fotodienstleister bei einem zugelassenen Online-Speicher angemeldet ist. Fragen Sie vor der Aufnahme nach, ob die digitale Übermittlung im Preis enthalten ist.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Vereinfachte Ausweisbeantragung ab Mai 2025, Bundesministerium des Innern, Personalausweisportal,
  2. § 5 PassV, Übermittlung des Lichtbilds unter Einbindung eines Cloudanbieters, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  3. Technische Richtlinie BSI TR-03170, sichere elektronische Übermittlung von Lichtbildern, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik,
  4. Paragraf 7 PassV, Pflichten des Cloudanbieters, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  5. Paragraf 16 PassV, Lichtbild, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  6. Paragraf 27 PassV, Gebühren, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  7. Vereinfachte Ausweisbeantragung ab Mai 2025, Meldung des Bundesinnenministeriums vom 28. April 2025

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Name, Adresse und Kontaktdaten der Betriebe stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

Korrekturweg

Eine falsche Adresse, einen geschlossenen Betrieb oder einen Betrieb, der gar nicht fotografiert, melden Sie über das Kontaktformular. Wir gleichen die Meldung mit der Quelle ab und korrigieren belegte Fehler auf der betroffenen Seite.

Stand dieser Angaben: 2. Oktober 2026.