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Welche Anforderungen gelten für ein biometrisches Passbild?

Veröffentlicht am , zuletzt aktualisiert am

Ein biometrisches Passbild braucht die Maße 35 mal 45 Millimeter, und das Gesicht füllt davon 70 bis 80 Prozent der Höhe. Dazu kommen ein neutraler Ausdruck, offene Augen, eine scharfe und gut ausgeleuchtete Aufnahme, ein einfarbiger Hintergrund und ein unbedeckter Kopf. Seit Mai 2025 nimmt die Behörde außerdem nur noch ein digital übermitteltes Foto an.

Foto-Maße
35 x 45 Millimeter
Bundesministerium der Justiz, Stand 14. September 2026
Gesichtsanteil am Foto
70 bis 80 Prozent der Höhe
Bundesministerium der Justiz, Stand 14. September 2026
Pflicht für digitale Fotos seit
1. Mai 2025
Bundesministerium des Innern, Stand 14. September 2026
Fotostudio-Ecke für Passbilder mit weißem Hintergrund und Softbox-Licht
Ecke für Passbilder in einem Fotostudio mit weißem Hintergrund und Studiolicht. Bild: KI generiert.

9 Anforderungen für ein gültiges Passbild

Ihr Ausweis-Antrag verlangt ein biometrisches Passbild. Das heißt: Das Foto folgt festen Regeln, damit eine Gesichtserkennungs-Software Ihr Gesicht später zuverlässig mit dem Bild vergleichen kann. Ein Fotostudio kennt diese Regeln und prüft das Foto meist direkt bei der Aufnahme.

Das Foto misst 35 mal 45 Millimeter. Ihr Gesicht füllt davon 70 bis 80 Prozent der Höhe aus. Bei Kindern bis zehn Jahren reichen 50 bis 80 Prozent.

Die 9 Anforderungen an ein biometrisches Passbild und was auf Ihrem Foto jeweils zutreffen muss.
AnforderungWas Ihr Foto zeigen muss
KopfpositionDer Kopf sitzt mittig im Bild und ist nicht geneigt oder gedreht.
GesichtsgrößeDas Bild reicht von der Kinnspitze bis zum oberen Kopfende, das Gesicht füllt 70 bis 80 Prozent der Höhe.
GesichtsausdruckDer Blick geht geradeaus in die Kamera, der Mund ist geschlossen.
Sichtbarkeit der AugenBeide Augen sind offen und werden von nichts verdeckt.
Schärfe und KontrastDas Gesicht ist überall scharf, nichts ist weichgezeichnet oder nachbearbeitet.
AusleuchtungKein Schlagschatten, keine Reflexion, keine roten Augen.
HintergrundDer Hintergrund ist einfarbig, ohne Muster und ohne Schatten.
FotoqualitätDie Aufnahme ist in Farbe, der Hautton wirkt natürlich.
KopfbedeckungDer Kopf ist unbedeckt, außer die Bedeckung hat einen religiösen Grund.

Welche Maße hat ein biometrisches Passbild?

Das Foto misst 35 Millimeter in der Breite und 45 Millimeter in der Höhe, im Hochformat und ohne Rand. Innerhalb dieses Formats zählt zusätzlich, wie groß Ihr Gesicht darin ist.

Ihr Gesicht, gemessen von der Kinnspitze bis zum oberen Kopfende, füllt 70 bis 80 Prozent der Bildhöhe. Bei einem 45 Millimeter hohen Foto sind das rechnerisch 31,5 bis 36 Millimeter. Oft liest man dafür die Zahl 32 bis 36 Millimeter. Das ist nur leicht ungenau, denn 70 Prozent von 45 Millimetern ergeben genau 31,5 Millimeter, nicht 32.

Für Kinder bis zum zehnten Geburtstag reicht ein Gesichtsanteil von 50 bis 80 Prozent, und kleinere Abweichungen sind erlaubt. Bei Babys und Kleinkindern bis sechs Jahren gelten weitere Ausnahmen bei Kopfhaltung, Ausdruck und Augen. Das erklärt der Ratgeber zum Passbild für Baby und Kind im Detail.

Was macht ein Passbild ungültig?

Die meisten Ablehnungen kommen von denselben Fehlern. Ein Fotostudio kennt sie und vermeidet sie von vornherein.

  • Kopf schief oder nicht mittig im Bild
  • Lachen oder ein offener Mund
  • Augen geschlossen, zusammengekniffen oder durch Haare verdeckt
  • Bild unscharf, weichgezeichnet oder nachträglich bearbeitet
  • Schlagschatten oder Reflexion im Gesicht, zum Beispiel durch eine Brille
  • Hintergrund mit Muster, Schatten oder einer zweiten Person darin
  • Mütze oder Kopftuch ohne religiösen Grund

Warum die Vorgaben so genau sind

Die Vorgaben wirken streng, sie haben aber einen klaren Zweck. Eine Gesichtserkennungs-Software vergleicht Ihr Foto später automatisch mit Ihrem echten Gesicht, etwa an der Grenze oder wenn Sie sich ausweisen. Ein schiefer Kopf, ein Schatten oder ein Lachen verschieben die Messpunkte im Gesicht, und der Abgleich wird unzuverlässig.

Deshalb prüfen Fotostudios und Behörden nach denselben neun Kriterien. Ein Foto, das beim Studio durchgeht, sollte deshalb auch bei der Behörde durchgehen. Diese doppelte Prüfung spart Ihnen im besten Fall einen zweiten Termin.

Wie kommt das Foto zur Behörde?

Seit dem 1. Mai 2025 reicht kein Papierfoto mehr, seit dem 1. August 2025 gilt das ausnahmslos. Insgesamt gibt es drei zulässige Wege. Ihr Fotostudio überträgt das Bild verschlüsselt über einen Online-Speicher, oder es sendet das Foto über ein angeschlossenes Aufnahmegerät direkt an die Behörde. Die Behörde kann das Foto auch gleich selbst aufnehmen.

Wie die verschlüsselte Übertragung im Einzelnen abläuft und was der Code auf Ihrem Beleg bedeutet, erklärt der Ratgeber zum digitalen Passfoto.

Häufige Fragen

Was bedeutet biometrisches Passbild genau?

Ein biometrisches Passbild ist ein Foto, das eine Gesichtserkennungs-Software zuverlässig lesen kann. Kopf gerade, neutraler Ausdruck, gleichmäßiges Licht und ein einfarbiger Hintergrund sorgen dafür, dass der Abgleich mit Ihrem echten Gesicht später gelingt.

Welche Maße muss ein biometrisches Passbild haben?

Ein biometrisches Passbild misst 35 mal 45 Millimeter im Hochformat, ohne Rand. Das Gesicht füllt davon 70 bis 80 Prozent der Höhe, bei Kindern bis zehn Jahren reichen 50 bis 80 Prozent.

Darf ich auf dem Passbild eine Brille tragen?

Ja, eine Brille ist auf dem Passbild erlaubt, wenn sie die Augen nicht verdeckt. Der Rahmen darf nicht über die Augen laufen, und die Gläser dürfen nicht getönt sein oder spiegeln. Eine Sonnenbrille oder ein Visier ist nicht erlaubt.

Darf ich eine Kopfbedeckung auf dem Foto tragen?

Eine Kopfbedeckung ist auf dem Passbild nur aus religiösen Gründen erlaubt. Ihr Gesicht muss dann von der Kinnspitze bis zur Stirn sichtbar sein, ohne Schatten im Gesicht.

Was mache ich, wenn mein Passbild abgelehnt wird?

Wird Ihr Passbild abgelehnt, brauchen Sie ein neues Foto, das alle 9 Anforderungen erfüllt. Ein Fotostudio prüft das Bild meist schon bei der Aufnahme gegen dieselben Kriterien wie die Behörde und spart Ihnen so einen zweiten Termin.

Kann ich mein Passbild noch selbst ausdrucken?

Nein, ein selbst ausgedrucktes Passbild nimmt die Behörde seit dem 1. August 2025 nicht mehr an, sondern nur noch digital übermittelte Fotos. Ein eigener Ausdruck oder ein Automatenfoto ohne zertifizierte Anbindung wird nicht mehr akzeptiert.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Vereinfachte Ausweisbeantragung ab Mai 2025, Bundesministerium des Innern, Personalausweisportal,
  2. Anlage 8 PassV, Anforderungen an das Lichtbild, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  3. Fotomustertafel, Qualitätsmerkmale biometrischer Fotos für Dokumente, Bundesministerium des Innern,

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Name, Adresse und Kontaktdaten der Betriebe stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

Korrekturweg

Eine falsche Adresse, einen geschlossenen Betrieb oder einen Betrieb, der gar nicht fotografiert, melden Sie über das Kontaktformular. Wir gleichen die Meldung mit der Quelle ab und korrigieren belegte Fehler auf der betroffenen Seite.

Stand dieser Angaben: 2. Oktober 2026.