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So gelingt das Passbild für Ihr Baby oder Kleinkind

Veröffentlicht am

Ein Passbild für Ihr Baby gelingt am besten im Fotostudio oder beim Bürgeramt, weil beide das Foto sofort digital an die Behörde schicken können. Bis zum sechsten Geburtstag darf Ihr Kind dabei den Kopf leicht neigen und muss nicht geradeaus schauen. Das Gesicht darf außerdem 50 bis 80 Prozent der Bildhöhe einnehmen statt der 70 bis 80 Prozent bei Erwachsenen.

Gesichtsanteil bei Babys und Kleinkindern
50 bis 80 Prozent der Bildhöhe
Anlage 8 Passverordnung, Abschnitt Kleinkinder und Babys; Fotomustertafel des Bundesministeriums des Innern, Stand 14. September 2026
Mehr Spielraum bei Blick und Kopfhaltung
bis zum 6. Geburtstag
Anlage 8 Passverordnung, Abschnitt Kleinkinder und Babys, Stand 14. September 2026
Kinderreisepass abgeschafft seit
1. Januar 2024
Auswärtiges Amt, Abschaffung des Kinderreisepasses, Stand 29. September 2026
Elternteil hält ein Baby für ein Passbild vor weißem Hintergrund
Ein Elternteil hält ein Baby für ein Passbild vor weißem Studiohintergrund. Bild: KI generiert.

Welche Regeln für Babys und Kleinkinder gelockert sind

Für Babys und Kleinkinder gelten beim Passbild dieselben Grundregeln wie für Erwachsene, nur weicher. Die Vorschrift unterscheidet drei Altersgruppen, und jede hat eine eigene Spanne für den Gesichtsanteil. Das ist der Teil des Fotos, den das Gesicht mindestens und höchstens einnehmen darf.

Bei Erwachsenen und bei Kindern ab zehn Jahren nimmt das Gesicht 70 bis 80 Prozent der Bildhöhe ein. Bei Kindern bis zum zehnten Geburtstag sind es 50 bis 80 Prozent. Bis zum sechsten Geburtstag kommen weitere Erleichterungen dazu: Der Kopf muss nicht exakt gerade sein, der Blick nicht genau in die Kamera gehen, und ein neutraler Ausdruck wird nicht verlangt.

Diese Erleichterungen gelten nur für Kopfhaltung, Ausdruck und Blick. Andere Anforderungen bleiben für jedes Alter gleich: Das Bild muss scharf sein, der Hintergrund einfarbig und ohne Schatten, und Ihr Baby braucht wie jeder Erwachsene ein aktuelles Foto in Farbe. Alle Merkmale, die für jedes Alter gleich bleiben, stehen in der Übersicht der neun Merkmale eines biometrischen Passbilds. Das ist das strenge Foto, das der Antrag auf Personalausweis oder Reisepass wörtlich verlangt.

Die drei Altersgruppen unterscheiden sich vor allem im erlaubten Gesichtsanteil und in der Zahl der Ausnahmen. Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren kommen mit 70 bis 80 Prozent ohne Ausnahmen aus. Jüngere Kinder bekommen mit 50 bis 80 Prozent eine breitere Spanne, und Kinder bis sechs Jahre zusätzlich Erleichterungen bei Kopfhaltung, Ausdruck und Blick.

Erlaubter Gesichtsanteil und zusätzliche Ausnahmen nach Alter.
AltersgruppeErlaubter GesichtsanteilZusätzliche Ausnahmen
Ab dem 10. Geburtstag, wie bei Erwachsenen70 bis 80 Prozent der BildhöheKeine
Vom 6. bis zum 10. Geburtstag50 bis 80 Prozent der BildhöheKleinere Abweichungen erlaubt
Bis zum 6. Geburtstag, Baby und Kleinkind50 bis 80 Prozent der BildhöheKopfhaltung, Ausdruck, Blick und Bildmitte dürfen abweichen

Warum ein Baby die normalen Passbild-Regeln nicht erfüllen kann

Die normale Regel verlangt einen geraden Kopf, einen neutralen Ausdruck und einen Blick direkt in die Kamera. Ein sechs Monate altes Baby kann keine dieser drei Anweisungen befolgen, weil es sie nicht versteht und seinen Kopf noch nicht sicher hält.

Deshalb erlaubt die Vorschrift bei Kindern bis zum sechsten Geburtstag Abweichungen genau an diesen Stellen, dazu bei der Bildmitte. Ihr Kind darf also leicht zur Seite schauen oder den Mund öffnen, ohne dass das Foto deshalb abgelehnt wird. Ein Baby posiert nicht auf Kommando.

Von der Erleichterung profitieren nicht nur die Eltern. Ohne die Ausnahme müsste die Behörde fast jedes Baby-Foto ablehnen und Familien zu wiederholten Terminen bestellen, bis zufällig ein Moment mit geschlossenem Mund und geradem Blick gelingt.

Wie die Aufnahme im Studio oder beim Bürgeramt gelingt

Ein Passbild vom Baby entsteht heute fast immer im Fotostudio oder direkt beim Bürgeramt, weil beide Stellen das Foto sofort digital weiterschicken können. Ein Ausdruck von zu Hause wird nicht mehr angenommen. Wie das Foto danach genau zur Behörde kommt, zeigt die Übersicht zur digitalen Übermittlung des Passfotos.

So gelingt der Termin mit Baby oder Kleinkind
  1. Den richtigen Moment wählen

    Planen Sie den Termin für eine Zeit, in der Ihr Baby satt und ausgeschlafen ist. Ein hungriges oder müdes Kind lässt sich schwerer für einen Moment ruhig halten.

  2. Liegend oder sitzend fotografieren

    Viele Studios legen kleine Babys auf eine weiße Decke oder einen speziellen Sitz und fotografieren von oben. Ältere Kleinkinder sitzen auf dem Schoß eines Elternteils.

  3. Elternhand aus dem Bild halten

    Halten oder stützen Sie Ihr Kind während der Aufnahme, muss Ihre Hand außerhalb des späteren Bildausschnitts bleiben. Der Fotograf oder die Fotografin schneidet den Ausschnitt entsprechend zu.

  4. Mehrere Versuche einplanen

    Rechnen Sie mit mehreren Aufnahmen, bis ein Bild mit offenen Augen und ohne verdeckendes Haar gelingt.

  5. Foto digital übermitteln lassen

    Das Studio lädt das ausgewählte Bild verschlüsselt hoch und gibt Ihnen einen Code für den Termin bei der Behörde. Ein Ausdruck ist dafür nicht mehr nötig.

Seit wann jedes Kind einen eigenen Reisepass mit eigenem Foto braucht

Bis Ende 2023 kam ein Baby oft mit einem einfachen Kinderreisepass aus, den Eltern ohne großen Aufwand beantragen konnten. Seit dem 1. Januar 2024 ist dieser Ausweis abgeschafft. Für Reisen ins Ausland braucht jedes Kind deshalb einen eigenen Reisepass oder Personalausweis mit Chip und eigenem Foto, unabhängig vom Alter.

Das gilt selbst für ein wenige Wochen altes Neugeborenes. Wer mit einem Baby verreisen will, braucht deshalb schon kurz nach der Geburt einen Termin beim Bürgeramt. Das digitale Passbild macht vorher ein Studio, oder das Amt fotografiert das Baby selbst.

Ein Reisepass für ein Kind unter 24 Jahren gilt sechs Jahre.

Häufige Fragen

Muss mein Baby beim Passbild geradeaus schauen?

Nein, bis zum sechsten Geburtstag darf der Blick Ihres Kindes leicht zur Seite gehen. Die strenge Vorgabe für Erwachsene, direkt in die Kamera zu schauen, gilt für Babys und Kleinkinder nicht in dieser Form. Wichtig bleibt nur, dass beide Augen offen und erkennbar sind.

Darf ich mein Baby beim Passbild-Termin festhalten?

Ja, Sie dürfen Ihr Baby während der Aufnahme stützen oder halten. Ihre Hand oder Ihr Arm darf danach aber nicht auf dem fertigen Bild zu sehen sein, weil eine zweite Person oder ein Gegenstand im Bild ein eigener Ablehnungsgrund ist. Der Fotograf schneidet den Ausschnitt entsprechend zu.

Wie groß muss das Gesicht meines Babys auf dem Passbild sein?

Das Gesicht Ihres Babys muss 50 bis 80 Prozent der Bildhöhe einnehmen, bis Ihr Kind den zehnten Geburtstag erreicht. Bei Erwachsenen und älteren Kindern liegt die Spanne enger bei 70 bis 80 Prozent. Fotograf oder Bürgeramt prüfen das direkt bei der Aufnahme.

Ab welchem Alter braucht mein Kind ein eigenes Passbild?

Ihr Kind braucht ab der Geburt ein eigenes Passbild, sobald eine Auslandsreise ansteht. Seit dem 1. Januar 2024 gibt es keinen Kinderreisepass mehr. Jedes Kind reist mit einem eigenen Reisepass oder Personalausweis und eigenem Foto, auch als Neugeborenes.

Kann ich das Passbild meines Babys selbst zu Hause fotografieren?

Nein, ein selbst gemachtes Foto nimmt die Passbehörde für Reisepass oder Personalausweis nicht mehr an. Das Bild muss digital von einem Fotostudio oder direkt beim Bürgeramt aufgenommen und übermittelt werden, genau wie bei Erwachsenen.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Anlage 8 PassV, Anforderungen an das Lichtbild, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  2. Fotomustertafel, Qualitätsmerkmale biometrischer Fotos für Dokumente, Bundesministerium des Innern, Stand Juli 2025, Artikelnummer BMI24037,
  3. Reisepass für unter 18-Jährige, Abschaffung des Kinderreisepasses zum 1. Januar 2024, Auswärtiges Amt,
  4. Digitale Passbilder Pflicht seit Mai 2025: Was müssen Sie wissen?, Verbraucherzentrale,

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Name, Adresse und Kontaktdaten der Betriebe stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

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Stand dieser Angaben: 2. Oktober 2026.